Meine Liste der 10 Must Haves für die Geburt

Es gibt Dinge die wunderbare Dienste als Geburtshelferchen leisten können auch wenn sie noch so unscheinbar sind. Die folgenden Must haves habe ich (fast) alle bei jeder Geburt in meiner Doulatasche dabei

Wenn du also bald ein Kind bekommst lies dir die Liste genau durch und probier sie gegebenenfalls schon vor der Geburt aus. 

1., Massagetools 

In den meisten Fällen wollen Frauen während einer Geburt eine Rückenmassage bzw. Kreuzbeinmassage, denn hier sitzt oft der größte Schmerz. Eine Massage kann hilfreich sein die Schmerzen zu lindern und vermittelt ein wohliges Gefühl. Außerdem schüttet es Oxytocin aus.

Infrage kommen verschiedenste Varianten von Massagebällen*. Mein Lieblingstool sind zwei Tennisbälle in einem Strumpf verknotet. So kann ich „on point“ rechts und links von der Wirbelsäule massieren. Alternativ dazu, wenn man nicht basteln will, gibt es eigene Peanutmassagebälle*.

Aber auch ein Noppenball und ein harter Massageball sind immer mit dabei. Jede Frau empfindet etwas anderes angenehmer. Am besten probierst du schon in der Schwangerschaft welche Form der Massage dir am meisten zusagt. 

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2., Rebozo

Jeder der es kennt liebt es und jeder der es nicht kennt hat etwas verpasst! 😉

Mein Rebozo, ein langes festes Tuch, ist wahrscheinlich mein Lieblingszubehör in meiner Doula Tasche. Damit kann ich Mamas einhüllen, schaukeln, ihnen Gewicht vom Bauch abnehmen, helfen die Wehenschmerzen zu verarbeiten und ihnen etwas zum anhalten bieten wenn sie das Bedürfnis dazu haben. 

Ein Allzweckteil quasi. Leicht zu bedienen und fast immer einsetzbar! 

Es reicht ein großes Tuch das nicht zu elastisch, aber auch nicht zu steif ist. Im Fall der Fälle reicht auch ein großes Handtuch. Wer lieber ein echtes Rebozo sein eigen nennen will ist hiermit gut beraten*.

3., Mandelöl

So gut wie jede Frau genießt es während der Geburt massiert, gestreichelt oder sonst wie gehalten zu werden. Außerdem hilft wie schon erwähnt Berührung den Oxytocinfluss zu erhöhen. 

Für den Fall dass du viel massiert werden möchtest hilft ein Öl, denn ansonsten kann es schnell unangenehm werden. Besonders unter der Geburt wirst du wahrscheinlich sehr empfindlich auf Berührungen reagieren. 

Deswegen sollte man ein gutes Massageöl bei der Hand haben. Damit du jede Berührung als angenehm empfindest.

Ich bin ein großer Fan von Mandelöl*, weil es kaum Eigengeruch hat und auch sehr lange hält. Das heißt es zieht nicht sofort ein und muss daher nicht ständig neu aufgetragen werden. Außerdem kannst du es nach der Geburt für die Babypflege verwenden.

Ein weiterer Vorteil ist dass ein gutes Trägeröl ist, das man sehr gut mit anderen Ölen mischen kann. 

Du kannst aber auch Kokosöl, Olivenöl oder Sheabutter nehmen. Was auch immer dir zusagt. 

4., Ätherische Öle

So gut wie jede Frau liebt Düfte! Nicht nur in der Schwangerschaft.

Ätherische Öle können verschiedene Emotionen stärken oder positiv unterstützen und sind so als kleine Helferlein während der Geburt unerlässlich. 

Öle für Geburten, welche in den meisten Fällen verwendet werden, sind sehr unterschiedlich vom Geruch. Am besten wäre es wenn man sich einen Termin bei einer Aromaberaterin ausmacht und sich durch-riecht. 

So kannst du sicher sein, dass du nicht nur den Duft erwischt den du wirklich magst sondern auch gute Qualität. Ausserdem kann dir eine ausgebildete Aromafachfrau erklären welches Öl wie angewendet werden kann und welche Wirkung es hat. 

Die klassischen Geburtsöle für Aromatherapie sind Rose und Lavendel; aber auch holzige Düfte empfinden viele Frauen als angenehm und auch Zitrusdüfte können in bestimmten Situationen zum Einsatz kommen.

Tipp: Am besten beginnst du schon in der Schwangerschaft den Duft in ein Ritual mit einer geburtsvorbereitenden Meditation miteinzubeziehen. So kannst du gleich mehrere Anker setzen die sich positiv auf deine Entspannung während der Geburt auswirken können.

5., Meditation

Ein absoluter „Gamechanger“ war für mich die Entdeckung von Hypnobirthing* vor einigen Jahren. Seitdem habe ich einige Geburten erlebt die schnell, schmerzfrei und wunderschön harmonisch und sinnlich vonstatten gegangen sind.

Seither empfehle ich jeder Schwangeren sich mit dem Konzept von Hypnobirthing auseinanderzusetzen, aber nicht für jede Frau ist das stimmig. 

Was den meisten Frauen jedenfalls zusagt ist die Vorstellung sich mit speziellen Meditationen auf die Geburt vorzubereiten. Welche Meditation du für dich nutzt um dich auf die Geburt deines Kindes vorzubereiten bleibt dir überlassen. 

Natürlich wäre eine spezielle Meditation für Geburtsvorbereitung ratsam, aber wenn du bereits eine Lieblingsmeditation hast oder eine mit der du dich besonders wohl fühlst sehe ich keinen Grund warum das nicht funktionieren sollte. 

Daher würde ich auf jedenfall auch immer auf mindestens einem Handy und am besten noch auf einem MP3 Player deine Lieblingsmeditation mitnehmen. Sowie Kopfhörer, am benutzerfreundlichsten sind hier oft kabellose In-Ear Kopfhörer*.

10 must haves für die Geburt, by Vero Photoart, Unsplash
10 must haves für die Geburt, by Vero Photoart, Unsplash

6., Schlafmaske

Um das Meditationserlebnis komplett zu machen finde ich eine Schlafmaske* immer sehr angenehm. 

Besonders wenn du in einer Geburtenstation mit Hebammen und Schwestern und Geburtsbegleitern bist kann ich dir nur empfehlen eine Schlafmaske für die Augen zu organisieren und einzupacken. Es gibt spezielle Modelle die besonders weich und quasi nicht spürbar sind. 

Falls du aber jemand bist der es nicht aushält etwas auf den Augen zu haben oder die Vorstellung alleine schon als unangenehm empfindet, kannst du auch dein Rebozo als „Meditationsversteck“ nutzen. Unter dem du dich mit deinem Partner oder alleine zurückziehst. Außerdem wäre auch ein Hoodie mit großer Kapuze möglich um grelles Licht und ablenkende Geräusche fernzuhalten. 

7., Warme Socken

Die meisten Hebammen schwören auf warme Füße bei der Geburt. „Mit kalten Füßen kommt das Kind nicht.“ heißt es dann.

Außerdem kann einem schon ganz schön kalt werden bei der Anstrengung und daher ist es nicht verkehrt kuschelige Socken einzupacken. Wenn man sie nicht braucht ist auch nichts passiert, aber wenn man sie brauchen würde und nicht hat kann einem etwas abgehen. 

8., Trinkflasche

Das gleiche gilt für eine „gute“ Trinkflasche. Du hast bestimmt ein Lieblingsglas oder einen Lieblingsbecher aus dem es sich einfach anders trinkt. Auch wenn man es nicht erklären kann, aus manchen Flaschen trinkt man einfach lieber. 

Gönn dir den Luxus und kauf dir deine Lieblingsflasche für die Geburt, wenn du sie nicht schon daheim hast. 

Achte darauf dass sie groß genug ist und leicht. Unter Umständen wirst du viel Durst und vielleicht nicht mehr soviel Kraft haben. Deine Flasche wirst du schon noch hochbekommen, aber es sollte dir auch nicht auffallen dass sie schwer ist sonst bekommst du unter Umständen noch negative Gedanken von wegen „Ich bin schon richtig schwach“ oder so ähnlich. Außerdem sollte sie angenehm zu halten sein, z.B. mit Schlaufe und aus einem Material das nicht leicht bricht falls sie doch mal runterfällt.

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9., Gutes Essen

Die Geburtsarbeit macht oft hungrig und meist bekommst du Essen im Geburtshaus oder Spital, aber nicht immer ist es das richtige Essen. 

Sicher dich besser ab und nimm dir deinen Lieblingsmüsliriegel, eine Suppe in der Thermoskanne oder besser noch Energiebällchen mit Datteln, Nüssen und Kakao. So hast du mit einem kleinen Bissen viel neue Energie und schmecken tut´s auch.

Und bitte immer mit der Hebamme abklären ob du essen darfst!

10., Klangei

Zu guter Letzt eines meiner persönlichen Lieblingstools jedoch mehr für davor und danach anstatt wirklich während der Geburt. Obwohl ich auch immer wieder von Frauen höre die es als Hilfsmittel zur Entspannung auch unter der Geburt verwenden.

Das Klangei (unbezahlte Werbung) versetzt jeden Körper in Schwingung. In dem es deinen Körper als Schwingungskörper verwendet kannst du es irgendwo an deinen Körper anhalten und spürst förmlich die Musik. Aber auch jeder andere Gegenstand wird dadurch zum Klangkörper. 

Mittlerweile konnte ich schon öfters feststellen, dass viele Mamis die das Klangei in der Schwangerschaft für sich entdeckt haben, mit derselben Musik später ihre Babies beruhigen konnten indem sie es neben sie auf den Boden oder ins Bettchen gestellt haben. 

Tipp: Wie schon bei den ätherischen Ölen erwähnt kann man auch das Klangei bereits in der Schwangerschaft zu den Meditationen verwenden und so dem Kind Ruhe und Gelassenheit suggerieren. Sobald es auf der Welt ist kann man durch die Musik und Vibration das Kind oft viel leichter beruhigen. 

Zu guter Letzt

Natürlich brauchst du nichts davon! Dein Kind wird auch ohne Klangei und duftenden Ölen eine wunderschöne Geburt erfahren und gesund und munter in die Welt entschlüpfen. 

Aber es sind Tools die ich nicht mehr missen möchte in der Geburtsbegleitung und du vielleicht auch nicht mehr sobald du sie kennengelernt hast? Hast du schon Erfahrung mit Geburten? Was hat dir geholfen und was möchtest du definitiv nicht mehr missen?

daily doula - Info zu Geburt, Schwangerschaft und Wochenbett

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