Was du für die Vorbereitung auf dein Wochenbett brauchst – inkl. Checkliste

Die ersten Gedanken zur Vorbereitung auf dein Wochenbett

Fragst du dich warum eine zeitgerechte Wochenbett Vorbereitung so wichtig ist?

Erstens kannst du nicht wissen wie deine Geburt verlaufen wird. Deine Geburt kann definitiv anstrengend sein und dir einiges abverlangen. Für diesen Fall ist es einfach angenehm zu wissen, dass du alles geregelt, organisiert und getan hast für die Zeit danach. Sollte es locker flockig von statten gehen ist es auch nicht von Nachteil bereits im Vorhinein alles geregelt zu haben.

Es bedeutet nämlich, dass du dich mit deinem kleinen Liebling ins Bett kuscheln kannst und dich ganz dem Bestaunen und Bewundern hingeben kannst!

Was ist zu tun damit dein Wochenbett fabelhaft werden kann!?

Organisiere alle Amtswege

Da wir in einer Bürokratie leben ist es notwendig dein Kind ca. eine Woche nach der Geburt anzumelden. Am einfachsten ist es wohl wenn du deinem Partner, deiner Partnerin, deiner Mutter oder besten Freundin eine Vollmacht für die Anmeldung deines Kindes ausstellst sodass diese Person sich um alle Amtswege kümmern kann. Weder für dich noch für dein Kind werden diese Wege angenehm sein und es lässt sich leicht umgehen. 

Für viele werdende Mütter ist das das Hauptaugenmerk bei der Wochenbett Vorbereitung. Denn allein die Vorstellung so kurz nach der Geburt Amtswege erledigen zu müssen stresst viele. Solltest du die Amtswege jedoch selbst erledigen möchten ist dagegen natürlich auch nichts einzuwenden. Ich wollte nur erwähnt haben, dass du es nicht zwingend musst.

Stelle sicher, dass du gut versorgt bist

Es kann gut sein, dass du in den ersten Tagen bzw. Wochen  nach der Geburt dein Zuhause nicht verlassen willst. Falls du doch so agil bist und es nicht erwarten kannst zum Bäcker an der Ecke zu kommen ist das auch ok. Damit du aber die Möglichkeit hast im Bett zu bleiben lohnt es sich schon jetzt Vorkehrungen zu treffen. Denn ein essentieller Teil der Vorbereitung auf dein Wochenbett ist genügend gesundes Essen zu haben.

Folgendes solltest du daher vorbereiten:

  • Koch doppelt soviel und frier die Hälfte ein. So hast du deine Lieblingsgerichte schnell verfügbar und musst nicht extra kochen.
  • Besorg dir deine liebsten Müsliriegel oder Energiebällchen. Energiebällchen sind auch für die Geburt super da sie schnelle Energielieferanten sind und du kannst sie einfrieren.
  • Deck dich mit Trockenfrüchten ein, besonders Datteln würde ich empfehlen schon ab 3 Wochen vor der Schwangerschaft zu essen. Datteln heben nämlich deinen Oxytocinspiegel und Oxytocin brauchst du auch für deine Rückbildung und Milchbildung.
  • Leg dir deine 3 liebsten Lieferservices zurecht
  • Wenn du noch keinen hast, besorg dir einen Reiskocher. Somit hast du immer ein schnelles, einfaches, warmes Essen das sich quasi wie von selbst kocht. Eintöpfe und Saucen dazu lassen sich wunderbar einfrieren.
  • Frag deine Lieblingsköche im Familien- und Freundeskreis ob sie im Wochenbett für dich kochen würden. Natürlich meine ich damit nicht, dass man sich von seiner Oma morgens, mittags und abends bedienen lassen soll. Aber jeder der dich liebt wird sich freuen dich zu verwöhnen.

Versuche soviel Zeit wie möglich in Ruhe im Bett zu verbringen. Eine gängige Regel besagt: Die erste Woche im Bett, die zweite Woche um das Bett, die dritte in der Wohnung und danach um das Haus.

Besuch im Wochenbett

Stelle am besten jetzt schon klar, dass du in den ersten Tagen und vielleicht sogar Wochen keinen Besuch haben möchtest. Wenn es dann doch anders ist kannst du es immer noch revidieren. Jedoch ist es meistens schwerer jemanden davon zu überzeugen dass es jetzt doch nicht passt als dass er/sie doch kommen darf. 

Immer wieder kommt es vor dass Frauen nach der Geburt das Bedürfnis haben sich mit ihrem Neugeborenen und ihrem Partner/ihrer Partnerin zu verkriechen. Oft empfinden diese Frauen auch ihre engsten Familienmitglieder und liebsten Freunde als störend und unangenehm und das darf auch so sein. Ich kenne einige Frauen die sich schwer tun ihren engsten Verwandten und Freunden mitzuteilen dass sie in den ersten Tagen nicht willkommen sind. So hart das vielleicht auch klingt, wenn es dich überfordert ist es zuviel. Im Wochenbett kann es sein dass du wenig Energie hast und sehr emotional bist. Nicht die beste Zeit um diese Angelegenheiten zu klären. Besser ist es wenn du das Besuchsverbot bereits in der Schwangerschaft aussprichst.

Jedem der sich dadurch auf die Füße getreten fühlt kannst du sagen, dass du dein Kind zuerst selbst kennenlernen möchtest und ihm Zeit geben möchtest in Ruhe in dieser Welt anzukommen. Aber niemand muss es verstehen. Du entscheidest! Sowohl wann du Bescheid geben möchtest wann dein Kind zur Welt gekommen ist, als auch wer es wann kennenlernen darf. Das ist absolut in Ordnung! Sollte es dir zuviel sein kannst du auch deinen Partner bitten sich darum zu kümmern.

Neugeborenes Baby hält Finger
Neugeborenes im Wochenbett sucht Nähe

Sonstige Besorgungen

Alles was du sonst noch brauchst und brauchen könntest kannst du meistens auch jetzt schon besorgen.

  • Windeln für Neugeborene
  • Stoff- oder Mullwindeln
  • Babygewand und/oder Pucktuch*
  • Wöchnerinneneinlagen*
  • Überhosen, weite Hosen und Jogginghosen die auch schmutzig werden dürfen
  • Shirts mit denen du leicht Stillen kannst
  • Wasserdichte Unterlagen* fürs Bett
  • Mandelöl* als Pflege für dein Baby
  • Wollfett* für wunde Brustwarzen bzw. vorbeugend
  • Topfen für Umschläge bei schmerzenden Brüsten
  • Coolpacks*
  • Stilltee*
  • Stillkissen

Frag auch immer im Freundes- und Bekanntenkreis ob die ein oder andere Mami noch etwas über hat von ihrem Wochenbett. In den meisten Fällen sind sie dankbar wenn sie etwas abgeben können und sich jemand darüber freut. Es häuft sich nämlich ganz schön viel an mit kleinen Kindern. Außerdem fragen die meisten Besucher ob sie etwas mitnehmen können. Es ist absolut in Ordnung darum zu bitten dass sie Windeln, Mandelöl oder eine Packung Stilltee mitbringen.

Stillvorbereitungen treffen

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Besonders wenn es dein erstes Kind ist kannst du damit rechnen, dass das Stillen ein wenig dauern kann. Denn sowohl du als auch dein Kind müsst beide noch lernen wie es funktioniert. Meist klappt es beim zweiten Kind schon einfacher, da du als Mutter vermutlich schon gestillt hast. Aber auch hier kann es zu Schwierigkeiten kommen. Am besten ist es meiner Meinung nach sich schon im Vorfeld mit dem Stillen auseinanderzusetzen. Ein Buch das ich sehr empfehlen kann ist „Das Stillbuch“ von Hannah Lothrop*. Darin findest du Antworten auf die häufigsten Fragen und einen guten Überblick.

Es wäre aber auch eine Überlegung wert ob du dich vielleicht jetzt schon auf die Suche nach einer Stillberaterin machst. Ähnlich wie bei einer Hebamme ist auch hier die Sympathie entscheidend und es ist nie verkehrt jemanden an der Hand zu haben für den Fall. Solltest du sie nicht brauchen ist sie dir sicher auch nicht böse.

Außerdem ist es immer von Vorteil im Geburtshaus sagen zu können, dass du eine eigene Stillberaterin an der Hand hast. Sonst ist es nämlich meistens so das du bei 5 Säuglingsschwestern 5 Meinungen bekommst wie du zu stillen hast und das führt ausnahmslos zu Verwirrung. Besser du bist schon vor informiert und hast jemanden an der Hand die du gegebenenfalls kontaktieren kannst. 

Und auch wenn du noch Zeit hast bis dahin würde ich mit der Wochenbett Vorbereitung bereits ab Anfang drittes Trimester beginnen. Sobald du alles vorbereitet hast kannst du dich auf deine Geburt konzentrieren.

Und es heißt Wochenbett weil du es auch als solches handhaben solltest. Das heißt dass du deinem Körper die Ruhe gönnen solltest und den Großteil der Zeit im Bett verbringen solltest. Tu dir selbst und deinem Körper den Gefallen und nimm dir die Zeit in Ruhe und Entspannung!

Möchtest du weiterlesen – Hier gehts zum zweiten Teil über das Wochenbett

Schreib mir auch gerne in die Kommentare falls du noch weitere Tipps und Tricks für die Community hast. Ich freue mich von dir zu lesen!

 

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